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MRT-Untersuchung: Ablauf, Dauer und Vorbereitung

Vor dem Termin

Bei der Terminvergabe klären. Zwei Fragen entscheiden über den Ablauf und sollten schon am Telefon fallen:

  1. Muss ich nüchtern kommen? (Meist nein – bei Bauch-MRT oft ja.)
  2. Ist Kontrastmittel vorgesehen?

Sagen Sie in diesem Gespräch außerdem, wenn Sie unter Platzangst leiden oder ein Implantat tragen. Beides lässt sich planen – aber nur vorher.

Was Sie mitbringen:

  • Überweisung und Versichertenkarte
  • Voraufnahmen früherer Untersuchungen, auch von anderen Praxen
  • Medikamentenliste, Allergiepass
  • Implantatausweis, falls vorhanden
  • bei Kontrastmittel: aktuelle Nierenwerte, falls die Praxis danach gefragt hat

Der Metall-Check ist kein Formalismus

Das Magnetfeld eines MRT ist dauerhaft aktiv, auch außerhalb der Messung. Es zieht ferromagnetische Gegenstände mit erheblicher Kraft an. Deshalb wird vor jeder Untersuchung ein Fragebogen ausgefüllt.

Nennen Sie unbedingt:

  • Herzschrittmacher, Defibrillator, Neurostimulator
  • Cochlea-Implantat, Insulinpumpe, Medikamentenpumpe
  • Gefäßclips, Stents, künstliche Herzklappen, Gelenkprothesen
  • Metallsplitter – etwa nach einem Arbeits- oder Kriegsunfall
  • Tätowierungen mit metallhaltigen Farben, Permanent-Make-up
  • Schwangerschaft

Viele Implantate sind heute MRT-tauglich, manche nur unter bestimmten Bedingungen, einige gar nicht. Die Prüfung übernimmt die Praxis – sie kann es aber nur, wenn sie es weiß.

Abgelegt werden außerdem: Uhr, Schmuck, Piercings, Hörgeräte, Brille, Haarnadeln, Gürtel, BHs mit Bügel, Kleidung mit Metallknöpfen. Karten mit Magnetstreifen und Smartphones bleiben ebenfalls draußen.

Während der Untersuchung

Sie liegen auf einer Liege, die in die Röhre gefahren wird. Je nach Region kommt eine Spule auf oder um den Körperteil – ein Rahmen, der das Signal empfängt.

Es ist laut. Klopfen, Hämmern, Brummen in wechselnden Rhythmen. Das entsteht durch das schnelle Schalten der Gradientenspulen und ist normal. Sie bekommen Gehörschutz, häufig Kopfhörer mit Musik.

Sie müssen stillhalten. Die Aufnahme läuft in mehreren Sequenzen von je ein bis mehreren Minuten. Zwischendurch wird angesagt, wie lange es noch dauert. Bewegung macht eine Sequenz unbrauchbar und verlängert die Untersuchung.

Sie sind nicht allein. Das Team sieht und hört Sie durchgehend. Sie bekommen einen Notfallknopf in die Hand – wenn Sie ihn drücken, wird unterbrochen.

Dauer: meist 15 bis 45 Minuten, je nach Region und Fragestellung. Mit Anmeldung und Umziehen planen Sie besser eine Stunde ein.

Kontrastmittel

Ob Kontrastmittel gegeben wird, hängt von der Fragestellung ab – es verbessert die Abgrenzung von Gefäßen, Entzündungen und Tumoren. Es wird über eine Kanüle in eine Armvene gespritzt, meist mitten in der Untersuchung.

Manche Menschen spüren dabei kurz Wärme oder einen metallischen Geschmack. Das ist unbedenklich.

Vor der Gabe fragt die Praxis Vorerkrankungen ab, insbesondere Nierenfunktion und frühere Unverträglichkeiten. Sprechen Sie bekannte Allergien immer an, auch wenn sie lange zurückliegen.

Bei Platzangst

Enge Röhre, lange Liegezeit, laute Geräusche – dass das Menschen belastet, ist bekannt und kein Grund, den Termin abzusagen. Möglich sind je nach Praxis:

  • Vorher ansprechen, damit Zeit eingeplant wird
  • Kurzprotokolle, die nur das Nötigste aufnehmen
  • Weite oder offene Geräte – nicht jede Praxis hat sie, fragen Sie danach
  • Bauchlage oder Füße zuerst, sodass der Kopf außerhalb bleibt
  • Begleitperson im Raum, sofern sie selbst MRT-tauglich ist
  • Beruhigungsmittel nach ärztlicher Entscheidung

⚠️ Nach einem Beruhigungsmittel dürfen Sie nicht selbst Auto fahren. Organisieren Sie die Rückfahrt vorher.

Nach der Untersuchung

Sie können in der Regel sofort nach Hause – Ausnahme: nach Beruhigungsmitteln. Wurde Kontrastmittel gegeben, hilft viel trinken.

Die Auswertung braucht Zeit. Die Radiologin oder der Radiologe sieht sich die Serien in Ruhe an und schreibt einen Befund, der an die überweisende Praxis geht. Dort wird er mit Ihnen besprochen – üblicherweise innerhalb weniger Tage.

Fragen Sie in der Radiologie, ob Sie die Bilder auf CD oder als Zugang zu einem Portal bekommen. Für spätere Untersuchungen sind Voraufnahmen wertvoll: Sie zeigen, ob sich etwas verändert hat.

Wenn es nicht warten kann

Eine radiologische Praxis ist keine Notfalleinrichtung. Bei Verdacht auf einen Notfall – Brustschmerz, Atemnot, plötzliche Lähmung oder Sprachstörung, Bewusstseinsstörung – wählen Sie die 112. Außerhalb der Sprechzeiten und ohne Notfallverdacht hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117.


Dieser Beitrag beschreibt den üblichen Ablauf. Er ersetzt keine ärztliche Aufklärung; verbindlich sind die Angaben der Praxis, die Sie untersucht.

HÄUFIGE FRAGEN
Wie lange dauert ein MRT?
Je nach Körperregion und Fragestellung meist 15 bis 45 Minuten. Ein Knie ist schneller fertig als eine Wirbelsäule über mehrere Abschnitte. Rechnen Sie mit Anmeldung, Aufklärung und Umziehen insgesamt etwa eine Stunde Aufenthalt.
Muss ich zum MRT nüchtern sein?
Meist nicht. Nüchternheit wird vor allem bei Untersuchungen des Bauchraums verlangt, etwa bei MRT von Leber, Galle oder Dünndarm. Fragen Sie bei der Terminvergabe nach – die Praxis sagt Ihnen verbindlich, was für Ihre Untersuchung gilt.
Warum ist das MRT so laut?
Die Geräusche entstehen, wenn die Gradientenspulen im Magnetfeld schnell geschaltet werden – das Material bewegt sich minimal und erzeugt Klopfen und Brummen. Das ist normal und kein Zeichen einer Störung. Sie bekommen Gehörschutz, oft auch Kopfhörer mit Musik.
Was passiert, wenn ich mich während der Aufnahme bewege?
Bewegung macht die betroffene Sequenz unscharf, sie muss dann wiederholt werden. Deshalb wird zwischen den Sequenzen angesagt, wie lange Sie stillhalten müssen. Wenn Sie sich unwohl fühlen, nutzen Sie den Notfallknopf – das Team unterbricht, und die Untersuchung wird fortgesetzt, wenn es Ihnen besser geht.
Wann bekomme ich den Befund?
Die Bilder werden nach der Untersuchung ausgewertet; das braucht Zeit. Üblich ist, dass der schriftliche Befund an die überweisende Praxis geht, oft innerhalb weniger Tage. Die Besprechung findet dort statt. Bei dringenden Fragestellungen wird schneller oder direkt telefonisch übermittelt.